HERR MÜLLER

JUGENDCLUB UNDSO
 

 

Leitung Eva Welter / Vermietung

„Herr Müller“ dreht sich thematisch um emotionale Extremzustände und spielt in einer Institution für psychisch erkrankte Menschen. Die Jugendlichen haben Interviews geführt mit Arbeitskräften aus diesem Bereich. Entstanden ist ein Kammerspiel, für das die SpielerInnen anhand des gesammelten Materials selber Monologe geschrieben haben.

 

Die Handlung

Der neue Patient Müller zieht sofort alle in seinen Bann. Uneinschätz-bar, intelligent und sehr kreativ konfrontiert er das Personal mit seinen Zuständen. Durch die Auseinandersetzung mit Herrn Müller erschliessen sich dem Zuschauer schleichend die Eigenheiten der Angestellten und ihre Strategien, sich Respekt im Team zu verschaffen. Dr. Lauch, die eigentlich das Ruder übernehmen müsste, steckt gerade selber in einer Krise, die Therapeutin Rottenschwiler, die vielleicht noch eine Struktur in die Sache bringen könnte, ist ausschliesslich auf Experimente fixiert, die sie ausprobieren möchte. 

Frau Sommer hat sich komplett von der Schulmedizin abgewendet und will alle von ihren sanften Methoden überzeugen, während Helene eigentlich nur ihre Arbeit machen will, doch vor ihren eigenen Wutausbrüchen nicht gefeit ist. Und Nathi, die Praktikantin, ist wie ein Blatt im Wind, treibt aber mit ihrer grenzenlosen Naivität und ihren ständigen Grenzüberschreitungen alle zur Weissglut. Je mehr sich der Patient zu erholen erscheint, umso mehr gerät die Hierarchie im Team ins Wanken, der Handlungsspielraum der Einzelnen wird immer begrenzter und man fragt sich, wie es in dieser Enge noch weitergehen kann.

 

Spiel: Laura Heinze, Laura Patrizzi, Sarah Röthlisberger,

                Julia Sabbatini, Anna Scherer

Gitarre: Samuel Welter

Technik: Claude Starck und Oskar Peter

Bühnengestaltung: Andreas Urben.

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